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Energiekontor akkumulieren 15.04.2002
Nord LB
Die Analysten der Nord LB stufen die Aktien von Energiekontor (WKN 531350) von "halten" auf "akkumulieren".
Im Geschäftsjahr 2001 habe die Energiekontor AG eine Umsatzsteigerung um 43% gegenüber dem Vorjahr erreicht. Der Planumsatz 2001 sei um 18,5% unterschritten worden, was auf die Verschiebung von 2 Projekten, bedingt durch das im August 2001 veränderte deutsche Genehmigungsverfahren, zurückgeführt werde. Die Mindereinnahmen aus den insgesamt 21 MW umfassenden beiden Projekten würden sich deutlich in der auf 8,9% (nach 13,5% im Vorjahr) reduzierten EBIT -Marge niederschlagen. Konzernweit sei ein Jahresüberschuss von EUR 6,1 Mio. nach EUR 5,6 Mio. erzielt worden. Es sei beabsichtigt, eine Dividende von EUR 0,11 je Aktie, insgesamt rd. EUR 1,72 Mio. auszuschütten.
Der Umsatz resultiere aus der im Geschäftsjahr vorgenommenen Errichtung und dem Vertrieb von Windparks (42 MW) sowie zu 39% aus der Umsetzung noch nicht abgeschlossener Windparkprojekte (35,6 MW). Der aus der Umsatzeinstellung resultierende Teilgewinnausweis belaufe sich auf EUR 3,1 Mio. Die umsatz- und gewinnmäßige Berücksichtigung langfristiger Fertigungsprozesse sei nur nach IAS möglich und unterstelle die plangemäße Realisierung eines Vorhabens. Die bislang installierte Gesamtleistung belaufe sich zum 31.12.2001 auf 280,1 MW, wobei 54,4 MW im Fremdauftrag projektiert worden seien.
Die von Energiekontor quantifizierte Projektpipeline weise im Inland einen Umfang von 850 MW auf, wovon sich 300 MW in Bearbeitung befinden würden. Das im Vergleich zu Plambeck geringere Volumen erkläre sich dadurch, dass Energiekontor ausschließlich zu 100% eigenentwickelte Projekte verfolgen wolle. Diese Strategie habe in der Vergangenheit (bis 2000) zu der deutlichen, branchenweiten EBIT -Margenführerschaft von Energiekontor beigetragen. Der in 2001 erstmals vorgenommene Zukauf vorentwickelter Projekte habe die Marge ebenso wie die verzögerten Projekte unter Druck gesetzt.
Im Auslandsgeschäft sehen die Analysten der Nord LB Energiekontor gut positioniert. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit sei mittels der Gründung von Tochtergesellschaften in Spanien, Portugal, Griechenland, Großbritannien und Frankreich langfristig vorbereitet worden. Ein seit 04/2001 ans Netz angeschlossener Windpark auf Euböa (Griechenland) sowie ein sich seit 10/2001 im Aufbau befindlicher Windpark in Trandeiras (Portugal) hätten zu Umsatzbeiträgen bereits in 2001 geführt. Aktuelle Bauvorhaben würden in Portugal, Griechenland und Großbritannien vorangetrieben, weitere Projekte würden sich im Genehmigungsverfahren befinden. In Spanien würden sich 5 Projekte mit jeweils 50 MW konkretisieren. Möglicherweise könne bei 2-3 dieser Projekte der Baubeginn bereits in diesem Jahr erfolgen, insgesamt rechne das Unternehmen mit einer Erstreckung der Baumaßnahmen auf die Jahre 2003/2004.
Auch im Offshorebereich sei die Energiekontor AG, die sich seit ihrer Gründung ausschließlich auf die Windkraftnutzung fokussiere, international tätig. Neben den Offshore-Standorten "Borkum Riffgrund", "Weiße Bank" und dem in der Wesermündung gelegenen Standort "Nordergründe" habe sich das Unternehmen um den britische Standort "Southport" bemüht und den Zuschlag erhalten. Der unternehmenseigene Zeitplan sehe bis Mitte 2003 den Erhalt der Ergebnisse der Naturschutzuntersuchungen vor, insgesamt rechne Energiekontor mit einem eher längeren Genehmigungsprocedere in Großbritannien im Vergleich zu Deutschland. Eine umsatzmäßige Berücksichtigung der in- oder ausländischen Offshoreprojekte erfolge daher vorerst nicht.
Energiekontor habe als erster Windparkprojektierer den Eigenvertrieb der Windparkfondsanteile aufgenommen, damit die Zahlung hoher Vertriebsprovisionen vermieden und einen Grundstein für eine hohe EBIT -Marge gelegt. Kurzfristig solle der erste Auslandswindparkfonds (Griechenland Zarax 1) aufgelegt und platziert werden. Zu Beginn 2002 sei bekannt geworden, dass sich das Unternehmen im Gespräch mit Kommanditisten von 5 Windparks befinde, welche von Mindereinnahmen im Vergleich zu den prospektierten Erträgen betroffen seien. Wiewohl es sich um unternehmerische Einlagen handele, beabsichtige Energiekontor eine Einigung mit den Kommanditisten herbeizuführen. Bei einem Projekt werde Energiekontor die Kommanditanteile sowie die Gesamtfinanzierung übernehmen, über die weiteren Fälle sei noch nicht entschieden (Gesamtvolumen aller drei Windparks umfasse ca. EUR 33 Mio.). Bei dem übernommenen Windpark werde erwogen, nach Repowering- Maßnahmen eine Weiterveräußerung zu betreiben, allerdings werde dies nicht innerhalb eines Jahres vollzogen werden können.
Das Unternehmen habe mit der Ankündigung eines mittelfristigen Umsatzwachstums von 30-40% eine Reduzierung seiner Unternehmensplanung gemeldet. Als limitierender Faktor sei die Knappheit an qualifizierten, eingearbeiteten Mitarbeitern genannt worden. U.a. mittels interner Qualifizierungsprogramme werde das spezifische Methodenwissen verfügbar gemacht. Die Analysten der Nord LB hätten die Planung entsprechend der Unternehmensmeldungen deutlich nach unten revidiert. Beim Umsatzwachstum gehe man für die Folgejahre von rd. 35% p.a. aus. Aufgrund teils noch nicht vollzogener Einigungsverfahren mit den Kommanditisten und der Unsicherheit über die weiteren Vorgehensweisen seien die Auswirkungen auf das Unternehmen und den kurzfristigen Aktienverlauf nicht einschätzbar.
Mit Blick auf die Auslandspipeline und die ausgeprägte Ertragsorientierung raten die Analysten der Nord LB, die Aktie der Energiekontor AG zu akkumulieren.
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